Eckhardt Hemkemeier, 5. Dan-zertifizierter Lehrer

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Ich bin 1959 geboren und betreibe seit 1986 Aikido, seit 1989 Tendoryu-Aikido. Durch die beeindruckende Persönlichkeit und das wunderschöne Aikido von Shimizu Sensei war ich sofort Tendoryuschüler. Ein bis zweimal pro Jahr besuche ich Japan und das Tendokan, das Dojo von Sensei Shimizu, und kann immer neue Erkenntnisse mit nach Hause bringen. Auch durch Shimizu Senseis Lehrgänge in Europa, die ich fast immer alle begleite, bin ich stark mit dem Tendoryu verbunden.

Tendoryu-Aikido ist noch wirkliches Budo, Offenheit, Ehrlichkeit, eine schnörkellose effektive Technik, schlichtes und natürliches Ukemi, die Fallschule. Das Gefühl, eine Art Zen in Bewegung zu betreiben, ist immer wieder eine Herausforderung und Befriedigung für mich.

Das Tendoryu-Aikido hat seinen festen Platz in meinem Leben, man könnte sagen, es ist mein Leben.

Zuletzt ist mein Rat für die Anfänger, vielleicht noch mehr für die etwas Fortgeschrittenen, "bleibt nicht stehen, gebt nicht auf, seid nicht immer zufrieden mit Euch, freut Euch über jeden Fortschritt, genießt die wachsende geistige und körperliche Stärke, die neuen Freundschaften und verzweifelt nicht, wenn es einmal nicht weitergeht, ganbatte kudasai!"

 

Gérard Guilbaud, 4. Dan-zertifizierter Lehrer

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Ich bin 1959 in Loroux Bottereau, Loire-Atlantique, Frankreich, geboren.

Mit achtzehn Jahren begann ich Shotokan Karate zu trainieren und zwei Jahre später lernte ich zufällig Aikido kennen. Die Dynamik und Kunst der Bewegung hatte mich überrascht und fasziniert. Ich trainierte einen Monat, war aber dann durch einen Verkehrsunfall gezwungen, mit dem Aikido aufzuhören. Erst 1987 bin ich zur Kampfkunst Aikido zurückgekehrt und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen. Der Anfang war etwas schwierig, weil es damals nicht sehr viele Möglichkeiten gab, mit guten Lehrern zu trainieren. Auch wünschte ich mir, es schnell zu lernen. Jetzt weiß ich, dass es nicht möglich ist, Aikido in ein paar Jahren zu erlernen, und das ist gut so. Der eine lernt vielleicht schneller als der andere aber dann steht er wieder vor noch mehr Möglichkeiten und Schwierigkeiten.

Aikido ist für mich eine andauernde Entwicklung, eine ständige Aufgabe, sich in Frage zu stellen, um an der Harmonie unserer Welt zu partizipieren, um mit seinem Alltag und seinen Mitmenschen zu harmonieren. So ist es kein Wunder, dass es kein Ende gibt.

Ein Vorteil des Aikido ist, dass man es auch als älterer Mensch praktizieren kann, und jedes Jahr, wenn ich Herrn Shimizu Sensei beobachte, staune ich immer wieder auf ein Neues. Es ist sicherlich der Grund, warum ich Tendoryu Aikido übe. Shimizu Sensei, hat es geschafft sein Aikido lebendig zu halten so wie O’Sensei es tat, und es immer wieder verfeinert.

Jedem Anfänger würde ich sagen: beginnen und weitermachen, weitermachen und Spaß dabei haben.

 

Gaëlle Hemkemeier, 3. Dan

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Aikido hat mich dadurch fasziniert, dass man bei den Bewegungen keine Kraft einsetzt und es weder Größen- noch Gewichtskategorien gibt. So können Frauen und Männer zusammen trainieren, und beide Geschlechter lernen körperlich und geistig miteinander umgehen.


Letzteres empfinde ich als Bereicherung, nicht nur beim Aikido sondern auch im normalen und beruflichen Alltag.

 

Außerdem hat mir Aikido während und nach der Schwangerschaft viel geholfen: Dank eines guten Körperaufbaus, einer guten Körperspannung und der gewonnenen Ausdauer habe ich fast keine Beschwerden ge-

habt und ich konnte zu meinem ursprünglichen Gewicht

schnell zurückkommen.

 

Meine Zeit im Aikido Dojo Seishinkan widme ich auch dem Kindertraining.

 

Für Kinder ist Aikido eine sehr gute Art, Ihre Konzentration, Koordination und Motorik zu stärken. Dazu lernen sie, mit älteren und jüngeren Kindern, sogar mit Erwachsenen umzugehen, und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

Bei uns üben die Kinder nicht nur Techniken: Sie lernen mit Erfolgen und Enttäuschungen, Fortschritten und Rückgängen umzugehen, wie es sich im Alltag bzw. im Leben gehört.

 

Dies wird heutzutage aber nicht mehr deutlich vermittelt, denn unsere Konsumgesellschaft verschreibt uns immer mehr, dass Vieles leicht erworben wird und "hip" sein muss.

 

Strenge und Spaß sind aber keine Gegensätze, und das wissen unsere Aikido-Kinder.

Bei uns fühlen sie sich aufgehoben.

Lassen Sie sich also überzeugen und bringen Sie Ihr Kind zu uns! Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

Arnim Flügge, 2. Dan

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Vor meinem ersten Training wusste ich nur, dass Aikido keinen Wettkampf hat. Nach ein paar Jahren in Karate und intensivem athletischem Training war ich sicher, meinen Körper gut kontrollieren zu können. Aber nach meiner ersten Übung war ich sehr frustiriert, weil ich ich Bewegung nicht so einfach umsetzen konnte.

Glücklicherweise beherrschte mich die Faszination der Dynamik und Interaktion zwischen den Partnern und die innewohnende Ideologie des Aikido.

Die anfängliche Frustration über die eigene Unfähigkeit wechselt in den Jahren zu mehr Abgeklärtheit und Blick nach Innen und zur Fähigkeit lebenslang Aikido zu trainieren und immer wieder seine Grenzen zu erreichen.

 

Bert Alpen, 2. Dan

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Ich bin 1969 geboren und lerne seit 1999 Aikido. Mit dreißig Jahren wollte ich noch einmal etwas völlig Neues anfangen, und ein Freund nahm mich mit zum Training. Ich hoffte auf bessere Beweglichkeit, Ausdauer und die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.

Schon bald erkannte ich, dass mir das Aikido noch viel mehr bieten kann. Die Prinzipien, die ich im Training lerne, finde ich in allen Bereichen meines Lebens wieder: Nicht zögern, sondern die Initiative ergreifen. Bei einer Konfrontation nicht verkrampfen, sondern flexibel bleiben. Seit ich Aikido betreibe, gehe ich mit mehr Aufmerksamkeit durchs Leben, ich lerne, Menschen und Situationen besser einzuschätzen. Ach ja, und meine Beweglichkeit ist auch besser geworden.

Mein wichtigster Rat für Anfänger ist: Anfangen. Und dann einfach weitermachen. Es lohnt sich!

 

Dirk Schmeller, 2. Dan

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Ich bin 1967 auf die Welt gekommen. Schon früh den Kampfkünsten zugeneigt, begann ich im Alter von 13 Jahren mit Karate. Später folgten dann für einige Jahre Abstecher ins Jiu Jitsu und Ju Jutsu. Dort kam ich dann das erste Mal auch mit Aikido ähnlichen Techniken in Berührung.

Ich war schnell überzeugt von der innewohnenden Effektivität und auch der in sich logischen geschmeidigen Bewegungsabläufe.  Es dauerte dennoch noch ein paar Jahre, bis ich mich Mitte 2000 dazu entschloss mich endgültig dem Aikido zu widmen.

Für mich ist Aikido gleichbedeutend mit einer persönlichen Weiterentwicklung, und ist daher auch eine logische Nachfolge der bisher von mir ausgeübten Kampfsportarten.

Mein Rat an Anfänger und Fortgeschrittene:  Unbedingt weitermachen, auch und gerade, wenn es mal kriselt.  Das Probleme auftauchen werden ist ziemlich sicher. Aber es sind gerade diese Phasen, in denen man die größten Fortschritte machen kann, sofern man nicht vorher aufgibt.

Es ist sehr wichtig, sich immer wieder zu hinterfragen.  Dadurch dass man auch in anderen Bereichen nachgeben lernt, profitiert, auch wenn es vielleicht merkwürdig erscheint, das Aikido.  Aikido ist Widerstandslosigkeit - siegen durch Nachgeben. Aber ein offensiver, unnachgiebiger Charakter kann nun mal auf der Matte nicht urplötzlich weiche, widerstandslose Techniken ausführen.

 

Enrico Rosenkranz, 2. Dan

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Nach einigen Jahren Karate, wechselte ich mit Ende Zwanzig zum Tendoryu Aikido. Was mich zunächst stark ansprach war die tolle Trainingsatmosphäre im Seishinkan. Tief beeindruckt hatte mich damals aber auch, dass jeder mit jedem trainierte, Graduierungen keine Rolle spielten und sogar die Trainer mit dem Putzlappen die Matte wischten. Ich beschloss zu bleiben.
Ein Anfänger, der zum ersten mal in das Training kommt, hat immer irgendwelche Vorstellungen. Ich bin mit der Vorstellung gekommen, mich gut gegen potentielle Angreifer verteidigen zu können. Diese hat sich im Laufe der Zeit aber geändert. Heute ist mein Ziel, mich jeden Tag ein ein wenig zu verbessern. Da wir hier keine typische Sportart wie Schwimmen oder Fussball betreiben, bin ich ganz zuversichtlich auch mit über 70 Jahren noch Fortschritte machen zu können. Unser japanischer Lehrer, Shimizu Sensei, zeigt es uns immer wieder, das es möglich ist.
Die Techniken im Aikido sind für den Anfänger zunächst ungewöhnlich. Das liegt daran, dass diese Techniken am besten so natürlich wie möglich ausgeführt werden müssen. 
Da wir uns aber zivilisationsbedingt eher nicht mehr natürlich bewegen, kleiden, essen, denken - ist es am Anfang schwierig, diesen alten eingeschliffenen Muster
durch neue, natürliche Muster Platz zu machen. Das braucht Zeit, Geduld und Ausdauer. Der Erfolg oder besser die Veränderung stellt sich somit nicht sofort ein, sondern zeitverzögert. Gewisse Veränderungen bemerkt man an sich selbst erst nach vielen Jahren, manche erst in extremen Situationen. Aber das Gute ist, jeder kann sich die Zeit nehmen, die er braucht.

Matthias Schwing, 1. Dan

[Matthias Trainerbild klein 150dpi]

1961 geboren, kam ich mit 47 Jahren zum Tendoryu-Aikido.
Ein Probetraining zog mich in seinen Bann und ließ mich nicht mehr los.
Nach langen Jahren ATK, Ju Jitsu und Jiu Jitsu  fand ich hier ein Dojo, das sich sehr von den Bisherigen unterschied. Hier trainiert man miteinander und nicht gegeneinander. Die Fortgeschrittenen trainieren mit den Anfängern. Die Techniken werden langsam gelehrt und mit großer Sorgfalt. Mit einer neu zu erlernenden Entspanntheit werden schnörkellose und sehr effektive Techniken erst möglich. Mit der Zeit und dem Fortschritt tritt eine innere Ruhe ein, die sich positiv in den Alltag überträgt. Souveränität und geistige Flexibilität führen zu einem neuen schönen Lebensgefühl.
Budo kann  so viel mehr sein,  als reine Selbstverteidigung.

Mein Rat an die Anfänger, nehmt euch die Zeit dies heraus zu finden.
Lernt aufmerksam und ohne Vorbehalte das Neue. Es lohnt sich!

Gerhard Sibbing, 1. Dan

[G. Sibbing]

Mit 46 Jahren habe ich mit dem Training von Aikido begonnen. Das ist für viele Sportarten ein ungewöhnliches Alter und meine Erwartungen waren dementsprechend bescheiden. Im Laufe der Zeit lernte ich allerdings, dass Aikido zwar sportliche Elemente beinhaltet, dass Koordination und Balance aber mindestens ebenso wichtig sind wie Kraft und Schnelligkeit. Daher ist Aikido genauso geeignet für ältere Menschen und für Frauen. Im Trainingsalltag kann ich immer wieder erleben, wie kleinere und vermeintlich schwächere Partner durch sauberes Ausüben einer Technik die großen und stärkeren Angreifer werfen können.
In meinem Beruf als Orchestermusiker bin ich wie viele andere Menschen auch mit einseitiger Haltung belastet. Hier zeigt sich besonders die gesundheitsfördernde Seite von Aikido. Nach einem langen Arbeitstag in sitzender Position ist ein dynamisches Training äußerst wohltuend. Alle Muskelgruppen werden angesprochen, Sehnen werden gedehnt, Kreislauf und Kondition gestärkt. Die Suche nach guter Balance wirkt sich positiv auf auf meine allgemeine Haltung aus.
In den Jahren, die ich nun im Seishinkan trainiere, habe ich außerdem das freundschaftlich Miteinander zu schätzen gelernt. Der Austausch mit Mitgliedern anderer Vereine im In- und Ausland hat zu Freundschaften auch über Ländergrenzen hinweg geführt.
Seit einiger Zeit widme ich besonders dem Kindertraining. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung Kinder Anregungen aufnehmen. und spielerisch die Grundlagen von Aikido erwerben. Aikido kann ihnen helfen, Körper und Geist in einem frühen Entwicklungsstadium zu kräftigen.