Sonntag, 02. Februar 2014
Dorothea Metz

Marcus Titze im Seishinkan Januar 2014

Bericht von Dorothea Metz

Lehrgang mit Marcus Titze im Aikido Dojo Seishinkan

Vom 3. bis 5. Januar 2014 konnten wir bei diesem besonderen Lehrgang mit Marcus Titze teilnehmen.

Besonders deshalb, weil Marcus seit mehr als 2 Jahren in Tokyo lebt und im Tendokan, dem Dojo von Shimizu Sensei (dem Begründer des Tendoryu Aikido) trainiert. Ursprünglich hat er in Kiel bei Peter Nieblich trainiert, bevor er lange Zeit Schüler (und später auch Lehrer) im Hamburger Dojo Seishinkan von Eckhardt Hemkemeier war.

Nun besuchte er mit seiner Frau Sachiko und der kleinen Tochter Rita für 2 Wochen Deutschland und brachte uns Eindrücke des Trainings in Tokyo mit.

Er konzentrierte sich bei diesem Lehrgang auf Elemente, die Basis für alle Techniken sind und manchmal in ihrer genauen Ausführung vernachlässigt werden. Wir übten, die Körperhaltung beim Tai-Sabaki zu verbessern und darauf zu achten locker zu bleiben, eine gerade Haltung im Rücken zu bewahren, zum Beispiel beim in die Knie gehen, oder auch beim Rückwärtsfallen. Später wurden diese Elemente Teil von komplexeren Techniken.

Er ermunterte uns, nicht müde zu werden in dem Wunsch uns zu verbessern und darauf zu achten, dass der Angriff des Trainingspartners in einer einzigen fließenden Bewegung aufgenommen wird und in eine Technik mündet die so die Weiterführung der Angriffsenergie ist. Sorgfältig und ohne Eile übten wir die fließenden Bewegungen der unterschiedlichen Techniken, ohne sie in Stücke oder einzelne Elemente zu zerlegen. Jeder wird dabei an irgendeinem Punkt bemerkt haben, dass man immer wieder erneut aufmerksam und ehrlich mit sich selbst sein muss, um die so bequem gewordenen kleinen Fehler oder Ungenauigkeiten zu erkennen und an ihnen zu arbeiten. Marcus ging herum, schaute den Trainierenden zu, sammelte, was es zu verbessern gab und zeigte allen erneut die richtige Bewegung. Dann hieß es "bitte noch einmal". So konnten wir ausgiebig feilen und üben und manchmal fühlten sich die Techniken auch schon ein wenig runder an. Er erzählte, dass es beim Training im Tendokan auch immer wieder um die aufrechte Haltung, den Energiefluss aus der Mitte des Körpers, eine lockere Haltung und Disziplin sowie Selbstdisziplin geht und dort genauso trainiert wird wie an diesen Tagen in Hamburg.

Viele Teilnehmer waren aus Deutschland und dem Ausland angereist, um diesen schönen und intensiven Lehrgang mit Marcus zu erleben. Bei der gemeinsamen Feier am Samstag nach dem Training war Zeit für persönliche Gespräche und eine schöne Gelegenheit für ein freundschaftliches Wiedersehen.

 

Dorothea Metz