Saturday, 28. January 2012
Dirk Schmeller

Warum machen Sie Aikido im Seishinkan?

Ein Artikel von Dirk Schmeller

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Schon als Kind hegte ich den Wunsch eine Kampfkunst zu betreiben. Meistens jedoch störten mich bei den ausprobierten Kampfsportarten die Aggressivität und die "zwanghaften" Wettkämpfe, die aufgrund der für den Wettkampf nötigen Einschränkungen nicht wirklich dazu beitragen, dass man lernt, wie man sich in einer realen Situation verteidigen kann. Ich wollte sowieso von jeher lieber Angriffe abwehren können, als diese auszuführen.
Es dauert aber leider doch immer seine Zeit, bis man einen (Sp)Ort findet, bei dem die Realität mit den eigenen Vorstellungen zueinander passt. Das Tendoryu Aikido und hier ganz besonders das Seishinkan Dojo waren in diesem Falle genau das wonach ich gesucht habe, bzw. was ich mir unter Aikido vorgestellt hatte.
Ich glaube am Anfang war ich am meisten fasziniert von der Tatsache, dass Aikido tatsächlich funktionierte, zumindest das Tendoryu Aikido, und dass die Lehrer und Trainingspartner mit denen ich trainieren durfte allesamt so nette, bodenständige Menschen waren. Mit der Zeit kamen dann auch die ersten "Aha Erlebnisse" dazu, und die Tatsache, dass es selbst nach vielen Jahren des Trainings immer wieder neue "Aha Erlebnisse" gibt, haben diesen "Sport" für mich bisher nie langweilig werden lassen. Das ständige Verbessern und Voranschreiten, die Freude an einer schönen Technik, die ohne großen Kraftaufwand gelingt, das gemütliche Zusammensitzen in kleiner Runde nach dem Training, die Freundschaft und das Zusammenhörigkeitsgefühl im Dojo sind die Gründe, warum ich immer wieder gerne zum Training gehe.
Als kostenlose Beigabe zur Trainingsstunde wird dann auch noch der Kopf wieder frei von den Alltagssorgen, das eigene Körpergefühl wird verbessert und man lernt achtsamer durchs Leben zu gehen.
Ich hätte gerne,wie meine Vorredner auch, philosophische Gründe angeführt :-) , aber bei mir ist es doch mehr die Überzeugung, es hier mit einer wahren Kampfkunst zu tun zu haben, die mich immer wieder ins Dojo treibt.

Gruß Dirk